Wie erkennt man Erbkrankheiten?
Der Ausbruch von Inzucht ist in den Ländern und Zuchtlinien sehr unterschiedlich. Aus wissenschaftlicher Sicht kann man nur von einer Erbkrankheit sprechen, wenn die Vererblichkeit eindeutig nachgewiesen ist. Deshalb stehen Rassehunde – Verbände in der Verantwortung Zuchtmaßnahmen einzuleiten, sobald eine Krankheit mehrfach auftritt.
Verschiedene Hinweise können helfen eine erbliche Erkrankung zu erkennen.
Die Grundlagen einer Vererbung
Vererbungsgesetzmäßigkeiten bilden zwar die Grundlage einer durchdachten Zuchtarbeit, darunter ist aber nicht nur die Übertragung von Merkmalen / Eigenschaften von den Eltern auf Ihre Welpen zu verstehen. Denn ein ebenso wichtiger Faktor sind die Lebensbedingungen während der Aufzucht. Ausgewogene Ernährung, klimagerechte Unterbringung und ein positiver Einfluss auf die Sozialisierung sind genauso wichtig wie eine artgerechte Bewegung. Nur wenn die Gesamtheit der Erbanlagen eines Hundes und die vorhandenen Umweltfaktoren zusammenwirken, wird sein Phänotyp geprägt.
Züchten heißt denken in Generationen
Die Rassehundezucht wird vom Hunde – Züchter kontrolliert und gesteuert, deshalb hat der Züchter eine große Verantwortung gegenüber seiner Zucht und der ganzen Hunderasse. Denn wird das genetische Material zu einheitlich, kann es zu Erbkrankheiten kommen. Vielen Züchtern und Rassezuchtverbänden ist nicht bewusst, das bei der Verpaarung verwandter Tiere (Inzucht) nicht nur der Phänotyp verbessert werden kann, sondern auch Defekt – Gene homogenisiert werden, was die Grundlage für Erbkrankheiten ist und das Aus einer ganzen Hunderasse bedeuten kann.
